dr. andreas mirna
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Ordinationsschließung mit 31. Dezember 2011

Liebe Patientin!

Mit Weihnachten haben diese Zeilen eines gemeinsam:
Es ist wahrscheinlich etwas Überraschendes dabei.

Wie Ihnen nicht unbemerkt geblieben sein wird, haben sich in den vergangenen Jahren in meinem beruflichen und auch privaten Leben Veränderungen ergeben. Ich denke hier an meine Karenzzeit im Krankenhaus, das Interesse und Empfehlen von Naturheilkunde und Lebensstilveränderungen, sowie die Geburten und das Heranwachsen unserer vier Kinder.

Vor zwei Jahren war nicht absehbar, in welche Richtung diese Veränderungen gehen werden.

In diesem Jahr haben sich die Umstände so entwickelt, dass wir jetzt einige Entscheidungen treffen konnten. Mit den folgenden Zeilen möchte ich Sie ein wenig an unserem Hintergrundverständnis teilhaben lassen.

Als Menschen, die daran glauben, dass Gott uns die Bibel als sein Wort geschenkt hat, spielen die Einsichten und Ratschläge aus diesem Buch in unseren Entscheidungsprozessen eine besondere Rolle.

Was wir um uns herum in dieser Welt, unserer Gesellschaft und auch unserer Stadt beobachten, spiegelt genau das wider, was als Entwicklung der Weltgeschichte in der Bibel beschrieben wird.
Zum Beispiel wird das durch den Propheten Daniel im alten Testament ausgedrückt (zweites Kapitel).

Jesus spricht das gleiche im Matthäusevangelium an (Kapitel 24).
Und neben dem Buch der Offenbarung beschreibt der Apostel Paulus diese Zustände unserer Zeit vielleicht am krassesten und genauesten, wenn er festhält:
„Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, zuchtlos, wild, dem Guten Feind, Verräter, unbedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Wollust mehr als Gott; sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie;“
(2. Brief an Timotheus 3, 1-5)

Diese Beschreibungen karakterisieren die Zeiten vor der Wiederkunft Jesu an die wir glauben, weil Jesus es vorausgesagt hat. Nachdem meine Frau und ich erfahren haben, dass die Ratschläge Gottes in der Bibel die besten für uns sind, sagen uns die oben beschriebenen Entwicklungen klar, wo wir in der Weltgeschichte stehen.

Die biblischen Ratschläge schenken uns aber auch Hoffnung für die Zukunft, weil es klar macht, dass die Zukunft in Gottes Händen liegt.
Die Verheißung Gottes in Offenbarung 21 ist dafür ein sehr eindrucksvolles Beispiel: „...Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!“

Welche Entscheidungen haben wir nun getroffen?

Erstens ist das Stadtleben für uns als Familie nicht mehr die Umgebung, in der wir unsere Zukunft verbringen wollen. Daher haben wir entschieden, unseren Wohnsitz auf das Land zu verlegen.
Wir können Ihnen im Augenblick noch nicht genau mitteilen, wo das sein wird, aber wir sind auf der Suche nach etwas Neuem und haben unser Haus zum Verkauf angeboten. Daraus ergibt sich zwangsläufig zweitens, dass wir auch die Ordination nicht mehr weiter führen können.
Hier hat sich jetzt in den letzten Wochen ergeben, dass es am sinnvollsten ist, die Ordination mit 31.12.2011 zu schließen.
Ich möchte mich für die Kurzfristigkeit entschuldigen, und möchte Sie gleichzeitig auch um Ihr Verständnis bitten.

Die Entscheidung zu treffen, die liebgewonnenen Kontakte mit Ihnen aufzugeben, ist uns nicht leicht gefallen.
Sollten wir eine neue Ordination eröffnen, werden wir Sie gerne darüber informieren.
Wie auch immer unsere Wege als Familie weiter gehen werden - sollten sie Fragen haben, die Sie besprechen wollen – medizinische oder persönliche, dann können Sie uns gerne kontaktieren.
Fragen des Lebens und Glaubens, sowie Alternativen der Lebensstilmedizin und Naturheilkunde werden uns sicher auch in der Zukunft beschäftigen.

So möchte ich mich sehr herzlich von Ihnen verabschieden und mich für die Zeit mit Ihnen von ganzem Herzen bedanken – in meinen Gebeten werde ich auch weiter an Sie denken.

Mit lieben Grüßen,
dr. andreas mirna

Wien, im November 2011